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Ein Resonanzraum für Zürichs Klassiktalente

Schweizer Musikzeitung, 27. April 2026, von Niklaus Rüegg

Technische Perfektion beim Musizieren war in der Qualifikationsrunde des ersten ZYC im Brunnenhof und im Florhof nicht das wichtigste Kriterium. Die technische Fertigkeit auf dem Instrument wurde quasi vorausgesetzt für eine erfolgreiche Teilnahme. Die Jury beurteilte schwerpunktmässig die künstlerische Haltung und persönliche Gestaltungskraft der vorspielenden Kinder und Jugendlichen – dies immer unter Berücksichtigung des Alters und Entwicklungsstandes. Das Ziel der Vorspiele soll gemäss Konzept keine weitere Bestenauslese, sondern eine ganzheitliche Förderung sein.

Für Andrea Raschèr, Präsident der «Förderstiftung Musik Zürich», ist Zurich Youth Classical eine Herzensangelegenheit, die ihn seit Längerem begleitet. Er zeichnet für die strategische, finanzielle und strukturelle Führung des Projekts verantwortlich. Seit Anfang letzten Jahres hat er zusammen mit dem Pianisten und künstlerischen Supervisor Oliver Schnyder und Valérie Probst, der Leiterin des Künstlerischen Büros, daran gearbeitet.

In seiner Rede am Schlusskonzert, die aus gesundheitlichen Gründen von Valérie Probst verlesen wurde, ist die Grundidee formuliert: «ZYC ist kein klassischer Wettbewerb im Sinne eines Leistungsvergleichs. Es ist ein Resonanzraum. Ein Ort, an dem nicht Ranglisten im Vordergrund stehen, sondern eure künstlerische Identität. Jede Teilnehmerin, jeder Teilnehmer hat ein Programm gewählt, das zu ihr, zu ihm passt — zum eigenen Entwicklungsstand, zur eigenen Persönlichkeit.» Nach Raschèrs Überzeugung verdient musikalische Begabung mehr als Anerkennung, «sie verdient Raum – zum Wachsen, zum Zeigen, zum Verbinden.» Das neue Format soll den Begabten ermöglichen, «das echte Empfinden, Persönlichkeit, Ausdruckswillen und die musikalische Stimme» zu zeigen.



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