Die Unabhängige Kommission der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte zur Klärung NS-verfolgungsbedingter Ansprüche hat ein Verfahren zum Gemälde «Thunersee mit Blüemlisalp und Niesen» von Ferdinand Hodler eröffnet. Das Werk gehörte einst Martha Nathan, die als Jüdin vom NS-Regime verfolgt wurde. Die Unabhängige Kommission SKKG prüft, ob ein NS-verfolgungsbedingter
Entzug vorliegt, und entwickelt gegebenenfalls eine gerechte und faire Lösung.
Das Gemälde «Thunersee mit Blüemlisalp und Niesen» von Ferdinand Hodler, das zwischen 1876 und 1882 entstand, ist seit 1998 Teil der Sammlung der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG). Es gehörte früher zur Sammlung von Hugo Nathan (1861-1922) aus Frankfurt am Main. Seine Witwe und Alleinerbin Martha Nathan (1874-1958) wurde vom NS-Regime als Jüdin verfolgt. 1937 floh sie aus Deutschland nach Paris und anschliessend 1939 weiter in die Schweiz.
Die Entscheidungen der Unabhängigen Kommission SKKG werden nach Abschluss des Verfahrens veröffentlicht. Aufgrund der Verpflichtung zur Vertraulichkeit während des laufenden Verfahrens wahrt die Kommission zu diesem Stillschweigen.