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Gewalttätige Raubüberfälle auf Museen häufen sich - Kunstrechtsexperte Andrea Raschèr mit einer Einordnung.

Radio DRS, 26. August 2026, von Enora Maurer

Experte im SRF-Interview: «Kunsträuber agieren heute wie gewalterprobte Söldner»

Die Zunahme gewalttätiger Raubüberfälle auf Museen besorgt die Kunstwelt. In einem aktuellen Interview mit Radio SRF 2 Kultur ordnet Kunstrechtsexperte Andrea Raschèr die alarmierenden Ergebnisse eines neuen Europol-Berichts ein.

Der romantische Mythos des eleganten Meisterdiebs ist endgültig Geschichte. Heute wird der Kunstraub von der organisierten Wirtschaftskriminalität dominiert, die sich der Logistik aus dem Waffen- und Drogenhandel bedient. Museen geraten dabei zunehmend ins Visier: Als öffentliche Institutionen können sie keine Hochsicherheitstrakte wie Banken sein, was sie für Kriminelle zu attraktiven «Low-Risk-High-Profit»-Zielen macht.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Gespräch:

  • Neue Täterprofile: Kriminelle Netzwerke rekrutieren ad-hoc Täter über soziale Medien für einmalige, blitzschnelle und gewalttätige Coups (wie kürzlich in Le Locle).
  • Verwertung der Beute: Während berühmte Gemälde für Lösegelderpressungen («Artnapping») genutzt werden, verliert sich die Spur von Uhren, Gold und Edelsteinen meist schnell, da diese zerlegt oder eingeschmolzen werden.
  • Forderung an den Bund: Die Bedrohung für Schweizer Museen ist real. Andrea Raschèr bemängelt das Fehlen einer offiziellen, nationalen Statistik und sieht hier den Bund in der Pflicht, um präventiv besser agieren zu können.

Links:
https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/experte-zu-europol-bericht-kunstraeuber-agieren-heute-wie-gewalterprobte-soeldner

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